Verankerung der Anlaufstelle (14.04.08)

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001.aufsichtsrat.jpg Die Anlaufstelle Sinp’arispa ist vor einem guten Monat als Stiftung gegründet worden. Der Aufsichtsrat, bestehend aus 12 Mitgliedern, hat am 8. März die ausführlichen Statuten und das interne Reglement angenommen und ein Direktorium gewählt. Die Gründungsakte und die übrigen verlangten Unterlagen liegen nun auf der Präfektur, wo sie auf die Absegnung durch den Präfekten warten. Nach den letzten Auskünften dürfte das in rund drei Wochen geschehen.

 

Mit der Eintragung der Anlaufstelle als juristische Person wird ein intensiver und schwieriger Prozess abgeschlossen, der sich in vielen ähnlichen Einrichtungen über fünf bis zehn Jahre hinzieht. Rechtlich gesehen wird die Anlaufstelle damit verankert und abgesichtert. Wir sind sehr froh, wenn dieser Schritt vollzogen ist.

logo_arzobispado.jpg Nicht weniger wichtig scheint uns die enge Zusammenarbeit mit dem Bistum von Sucre. Die Kirche ist hierzulande in vielen Dingen nachhaltiger und verlässlicher als der Staat. Der Bischof und der Generalvikar sind sehr an unserer Arbeit interessiert, sehen sie doch auch die Not des von uns anvisierten Bevölkerungssektors. Nicht nur empfangen sie uns stets freundlich und offen, sondern sie vermitteln uns auch immer neue kirchliche Ebenen zur Koordination der Arbeit. So stehen wir nun in engem Kontakt mit der Stiftung Treveris, eine der grössten kirchlichen Institutionen hier, mit 33 Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im ganzen „Kantons“gebiet, mit der Institution Caritas Pastoral Social, die ebenfalls eine enorme Breitenwirkung hat, und der neuen katholischen Einrichtung für Migration.

Nächste Woche werden wir in der städtischen Priesterkonferenz informieren können – und es gibt sage und schreibe 25 Priester und Pfarreien in Sucre... In unserem Direktorium ist stets ein Abgeordneter des Bistums. Und auf unseren neuen Publikationen ist nun im Einverständnis mit dem Bischof dieses Label zu sehen, verbunden mit dem Text „in Zusammenarbeit mit dem Bistum von Sucre“. Das Vermittelt Sinp’arispa wiederum eine grosse Vertrauenswürdigkeit.

gemeinschaftssaal.jpg Durch all diese Errungenschaften dürften nun auch die Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft eine Form annehmen, die für die Anlaufstelle nicht mehr bedrohend ist. Zur Zeit scheinen die Streitereien ohnehin aufs Eis gelegt. Wahrscheinlich stimmt die erste der Vermutungen, die ein interessiertes und selbst im Ausland erfahrenes Mitglied des Trägervereins in der Schweiz äussert: „War es letzten Endes nur ein leidenschaftliches Palaver und alle haben sich längst abgekühlt? Oder müssen Sie Ihr Werk nun in ständigem Gegenwind aufbauen?“ Der Wind war stark, hat sich aber nun gelegt. Und viele Frauen der Gewerkschaft sehen nun doch, dass die Anlaufstelle im Interesse aller ist. Immer wieder suchen auch sie unseren Rat oder unsere Hilfe.

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frauengespraech.jpg Auch mit dem Bau kommen wir dank grossem Einsatz unseres baselbieter Bauführers Leo in grossen Schritten voran. In der Nachbarschaft ist man schon neidisch, wie schnell bei uns alles läuft. Aber wir haben ja auch nicht mehr viel Zeit und wollen Sinp’arispa doch gut hinterlassen. Über dem Saal, der ja schon lange fertig ist, entstehen nun das Büro, ein weiteres Zimmer und der Abstellplatz für ein Auto. Damit wird die Anlaufstelle auch direkt von der Strasse erreichbar, leichter auffindbar und mehr unter den Leuten sein.

 

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Wir sind froh, dass das Dach nun bald gedeckt wird und es mit dem Innenausbau vorangehen kann. Das Übergangsbüro in Raum, der eigentlich als Notschlafstelle gedacht ist, eignet sich heute nur noch beschränkt für die vielfältigen Aufgaben. Und obwohl die Regenzeit schon lange zu Ende sein sollte, gibt es doch immer wieder starke Gewitter und das Wasser tropft in den Saal hinein.

wohnung.jpg Ihre positiven Zukunftsperspektiven verdankt die Anlaufstelle Sinp’arispa vor allem der aktiven Direktorin Elizabeth Montero Rosado. Dank ihrer langjährigen eigenen Erfahrung als Schülerin und Dienstmädchen vom Land kennt sie die Schwierigkeiten und Nöte von Hausangestellten bestens. Bald wohnt sie mit ihrer Familie im Zentrum Sinp’arispa, das sie mit Herz und Seele leitet. Die beiden Zimmer mit Küche und Bad sind praktisch bezugsbereit. Wir alle freuen uns sehr auf den Umzug der Familie in die Anlaufstelle.

 
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